Dissertationdisbild

Spielen religiöse oder spirituelle Überzeugungen und Erfahrungen eine Rolle in psychotherapeutischen Behandlungsprozessen? Wenn ja: Wie gehen PsychotherapeutInnen mit diesen Themen um und wie beurteilen sie die therapeutische und gesundheitspsychologische Bedeutung von Spiritualität und Religiosität?

Und weiters: Gibt es Hinweise auf das Vorliegen eines „Therapeutenfaktors“ in dieser Sache, beeinflussen also Therapeutenvariablen wie zum Beispiel das persönliche Werte- und Überzeugungssystem eines Therapeuten dessen Umgang mit Religiosität und Spiritualität in der Psychotherapie?

In meiner Dissertation im Fachgebiet Psychologie an der Universität Innsbruck bin ich diesen Fragestellungen nachgegangen.
Zum Text von Teil A: „HINFÜHRUNG“

Teil B „Religiosität und Spiritualität in Psychologie und Psychotherapie“ bildet den Theorieteil der Arbeit. Hier habe ich versucht, den aktuellen Forschungsstand zum Thema zu referieren. Ich gebe eine umfangreiche Literaturübersicht zu unterschiedlichsten Aspekten des Themas wie zum Beispiel der gesellschaftlichen Entwicklung von Religiosität/Spiritualität in Europa und Österreich, der Psychologie der Religiosität/Spiritualität, des Verhältnisses zwischen Psychologie und Religion in der Spätmoderne sowie der veränderten Rolle der Psychotherapie vor diesen Hintergründen.

Zur Einbettung der eigenen Untersuchung wird der Stand der Psychotherapieforschung
dargestellt und hier insbesondere auf die Bedeutung von Kontexten eingegangen. Ein
wesentlicher, aber noch wenig beforschter Aspekt psychotherapeutischer Kontexte sind die
Glaubens- und Wertesysteme von PatientInnen und TherapeutInnen.
Zum Inhaltsverzeichnis von Teil B

Teil C bildet den empirischen Teil der Arbeit. Im Zentrum steht eine Online-Befragung von PsychotherapeutInnen aus dem Bundesland Tirol (Österreich) im Zeitraum Dezember 2010 – Jänner 2011 zum Thema „Glaubenssachen: Umgang mit Religiosität und Spiritualität in psychotherapeutischen Behandlungen“. 112 Tiroler PsychotherapiekollegInnen aus allen methodenspezifischen psychotherapeutischen Orientierungen haben an der Untersuchung dankenswerter Weise teilgenommen. Der Studie ist es gelungen,
vielschichtige deskriptive Ergebnisse zum Thema zu liefern und interessante Kriterien für psychisch gesunde bzw. psychisch bedenkliche Glaubenssysteme zu formulieren. Auch konnte gezeigt werden, dass Variablen der Dimension „Therapeutische Haltung“ den Umgang mit Religiosität/Spiritualität in der Psychotherapie beeinflussen.
Zum Inhaltsverzeichnis von Teil C
Zum Text von Teil C

Teil D „Erkenntnisgewinn – Einordnung – Ausblick“ diskutiert die wissenschaftliche und praktische Relevanz der Studienergebnisse in psychotherapeutischer, gesundheitspsychologischer, (religions)soziologischer und forschungsmethodologischer Hinsicht und versucht zusammen zu fassen
Zum Text von Teil D